Zinsklar für iPhone
Entnahmeplan
Entnahmeplan-Rechner für ETF, mit Steuer und FIFO
Wie lange trägt das Depot, wenn Steuer, Inflation und die Reihenfolge der verkauften Anteile mitgerechnet werden. Fünf Strategien nebeneinander, gerechnet Monat für Monat.
Die Entnahme ist nicht das Problem, die Reihenfolge ist es
Ein Entnahmeplan sieht auf dem Papier einfach aus: Depotwert durch Jahre teilen, Rendite drauf, fertig. In der Praxis entscheiden drei Dinge über die Reichweite. Erstens, wie die Entnahme auf schlechte Jahre reagiert. Zweitens, welche Anteile verkauft werden. Drittens, wie viel davon Steuer ist.
Zinsklar rechnet den Plan Monat für Monat und verkauft dabei Lot für Lot nach FIFO, also in der Reihenfolge der Anschaffung. Das ist kein Wahlrecht, sondern § 20 Abs. 4 S. 7 EStG. Jede Tranche trägt ihre eigenen Anschaffungskosten und ihren eigenen Zähler bereits angesetzter Vorabpauschalen.
Praktische Folge von FIFO: zuerst gehen die ältesten und damit meist die günstigsten Anteile weg. Der Gewinnanteil an der Entnahme ist deshalb am Anfang der Entnahmephase am höchsten, nicht am Ende. Wer mit einem gleichbleibenden Steuersatz auf die gesamte Entnahme rechnet, liegt in beide Richtungen daneben.
Fünf Entnahmestrategien im Vergleich
Zinsklar stellt fünf Strategien nebeneinander. Zu jeder zeigt die App die Reichweite des Depots, das Alter beim Aufbrauchen, die erste Jahresentnahme nach Steuern und die Spanne zwischen kleinster und größter Jahresentnahme.
| Strategie | Regel | Was Sie dafür eintauschen |
|---|---|---|
| Konstant real | Die Entnahme steigt jedes Jahr mit der Inflation. | Die Kaufkraft bleibt gleich, das Risiko trägt vollständig das Depot. |
| Konstant nominal | Der Eurobetrag bleibt gleich. | Das Depot hält länger, die Kaufkraft sinkt jedes Jahr. |
| Prozent vom Depot | Ein fester Prozentsatz des aktuellen Depotwerts. | Das Depot kann rechnerisch nie leer werden, die Entnahme schwankt dafür stark. |
| Guardrails | Guyton-Klinger: die Entnahme wird gekürzt, wenn die Entnahmerate zu weit steigt, und erhöht, wenn sie zu weit fällt. | Ruhigerer Verlauf, dafür müssen Sie Kürzungen tatsächlich mitmachen. |
| VPW | Variable Percentage Withdrawal: die Rate steigt mit dem Alter. | Das Depot wird planmäßig aufgebraucht, die Entnahme schwankt mit dem Markt. |
Die Steuer in der Entnahmephase
Besteuert wird nicht die Entnahme, sondern der Gewinnanteil der verkauften Anteile. Die Kette ist immer dieselbe: Gewinn, davon die Teilfreistellung abziehen, davon den Sparerpauschbetrag abziehen, auf den Rest den Steuersatz anwenden. Bereits angesetzte Vorabpauschalen mindern den Gewinn vorher, in voller Höhe. Der ganze Rechenweg steht auf der Seite zur ETF-Steuer.
Günstigerprüfung: der Fall, der in der Entnahmephase häufig ist
Wer früh aufhört zu arbeiten, hat oft wenig zu versteuerndes Einkommen. Dann kann der persönliche Einkommensteuertarif unter dem Abgeltungssatz liegen. Der Antrag nach § 32d Abs. 6 EStG ist risikofrei, weil das Finanzamt nur den günstigeren Weg ansetzt. Zinsklar rechnet beide Wege und braucht dafür Ihre übrigen Einkünfte des Jahres, also Renten, Mieten oder Restgehalt.
Abgeltungsteuer ohne Kirchensteuer: 26,375 %
Unterhalb des Grundfreibetrags liegt der Tarif bei 0 %
Was Sie in der App ablesen
- Reichweite: bis zum Ende des Planungshorizonts oder das Alter, in dem das Depot aufgebraucht wäre.
- Depotverlauf in der Entnahmephase, in heutiger Kaufkraft oder nominal.
- Erste Jahresentnahme nach Steuern, dazu kleinste und größte Jahresentnahme.
- Steuern über die gesamte Entnahmephase.
- Der Beginn der Entnahmephase lässt sich vom errechneten Datum lösen und frei setzen.
Wie belastbar eine Reichweite ist, hängt an der Reihenfolge der Renditen. Genau dafür gibt es die Monte-Carlo-Ansicht.
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Rechenwerkzeug, keine Beratung
Dieser Text und die App sind ein Rechenwerkzeug und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen unter Annahmen, die Sie selbst wählen, und keine Zusage über künftige Wertentwicklungen. Das Steuerrecht ändert sich und hängt von Ihrer persönlichen Lage ab, dafür sind die steuerberatenden Berufe zuständig. Genannte Werte beziehen sich auf den Stand 2026 und gelten ohne Gewähr.