Zinsklar für iPhone
FIRE-Rechner
FIRE-Rechner für Deutschland, mit Steuer statt ohne
Zielvermögen, Sparphase und das Datum der finanziellen Unabhängigkeit. Zinsklar rechnet die deutsche Kapitalertragsteuer in jedem einzelnen Jahr mit, nicht pauschal am Ende.
Wie das Datum überhaupt zustande kommt
Ein FIRE-Rechner beantwortet zwei Fragen nacheinander. Erst: wie viel Vermögen brauchen Sie. Dann: wann ist dieses Vermögen erreicht. Die erste Frage ist eine Division, die zweite eine Simulation Monat für Monat.
Beispiel: 24.000 € ÷ 0,04 = 600.000 €
Beispiel: 24.000 € ÷ 0,035 = 685.714 €
Ein halber Prozentpunkt bei der Entnahmerate kostet in diesem Beispiel 85.714 Euro zusätzliches Vermögen. Deshalb steht die Entnahmerate in Zinsklar als eigener Regler und nicht als feste Annahme. Welche Rate vertretbar ist, behandelt die Seite zur 4-Prozent-Regel.
Danach läuft die Ansparphase monatlich: Sparrate, Rendite als effektiver Jahreszins auf zwölf Monatsschritte umgerechnet, laufende Kosten des Fonds, Inflation und in jedem Kalenderjahr die fällige Steuer. Zinsklar nennt den Monat, in dem das Zielvermögen in heutiger Kaufkraft erreicht ist, und sagt ausdrücklich, wenn es im Planungszeitraum nicht erreicht wird, statt eine schöne Zahl zu zeigen.
Die Eingaben und was sie bewirken
- Sparrate oder Einkommen minus Ausgaben
- Bestimmt die Ansparphase. Aus Nettoeinkommen und Ausgaben weist die App zusätzlich die Sparquote aus.
- Ausgaben im Ruhestand
- Gehen doppelt ein: als Zielvermögen und später als Entnahme. Die heutigen Ausgaben lassen sich mit einem Tippen übernehmen.
- Startkapital, davon Buchgewinne
- Ohne die Angabe der noch nicht versteuerten Kursgewinne unterschätzt jede Entnahmerechnung die spätere Steuer.
- Rendite pro Jahr
- Als effektiver Jahreszins, monatlich kapitalisiert, nicht durch zwölf geteilt.
- Laufende Kosten
- Die Gesamtkostenquote des Fonds mindert die Rendite jedes Jahr, über Jahrzehnte spürbar.
- Inflation
- Monatlich diskontiert. Das Ergebnis lässt sich zwischen heutiger Kaufkraft und nominal umschalten.
- Anlageart
- Bestimmt die Teilfreistellung und damit die Steuer in jedem einzelnen Jahr.
- Kirchensteuer und Veranlagung
- Setzen den effektiven Steuersatz und den Sparerpauschbetrag von 1.000 oder 2.000 Euro.
- Alter heute und Planungshorizont
- Der Plan endet mit dem Alter, das sich aus beiden ergibt. Die App zeigt es im Klartext.
Alle Angaben werden in der App gemacht, nichts wird übertragen.
Warum die Steuer das Datum verschiebt, nicht nur die Rente
Viele Rechner ziehen die Steuer erst am Ende ab. In Deutschland fällt sie aber bereits während des Ansparens an, und zwar über die Vorabpauschale. Sie greift bei einem thesaurierenden Aktien-ETF ungefähr ab einem Depotwert von 64.000 Euro so weit, dass der Sparerpauschbetrag eines Alleinstehenden vollständig aufgebraucht ist. Ab dann wird jedes Jahr etwas Steuer gezahlt, das dem Zinseszins fehlt.
nach 30 % Teilfreistellung: Depotwert × 1,568 %
1.000 € Sparerpauschbetrag ÷ 1,568 % = rund 63.800 €
Der Effekt ist kein Verlust, sondern ein Zeitnachteil: die angesetzten Vorabpauschalen mindern später den steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn in voller Höhe. Zinsklar führt diesen Zähler für jede Tranche einzeln und zeigt in der Ergebnisansicht, was die Vorabpauschale am Endvermögen kostet. Die Einzelheiten stehen auf der Seite zur Vorabpauschale.
Was Zinsklar nicht rechnet
Ein Rechner, der alles verspricht, ist unbrauchbar. Diese Dinge bildet Zinsklar bewusst nicht ab, und Sie sollten sie getrennt bedenken:
- Die gesetzliche Rente. Sonstige Einkünfte lassen sich für die Günstigerprüfung als zu versteuerndes Einkommen eintragen, sie fließen aber nicht als Einnahme in den Entnahmeplan.
- Die Kranken- und Pflegeversicherung, deren Beiträge in einem frühen Ruhestand erheblich sein können.
- Verlustverrechnungstöpfe aus anderen Depots.
- Ausländische Quellensteuern und Besonderheiten einzelner Kirchengemeinden.
- Immobilien, Kredite und laufende Einkünfte außerhalb des Depots.
Der Rechner bildet den Regelfall eines in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtigen Privatanlegers ab. Diese Grenzen stehen auch in der App selbst, auf der Methodikseite.
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Rechenwerkzeug, keine Beratung
Dieser Text und die App sind ein Rechenwerkzeug und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Ergebnisse sind Modellrechnungen unter Annahmen, die Sie selbst wählen, und keine Zusage über künftige Wertentwicklungen. Das Steuerrecht ändert sich und hängt von Ihrer persönlichen Lage ab, dafür sind die steuerberatenden Berufe zuständig. Genannte Werte beziehen sich auf den Stand 2026 und gelten ohne Gewähr.